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 Alpaka Haltung - Voraussetzung für den Alpaka Kauf

 

 

 

   

 

 

   

 

Was ist ein Alpaka?

Ein Alpaka ist ein höckerloses Kleinkamel. Es zählt zur Unterordnung der Schwielensohler, sowie zur Familie der "Kameliden" bzw. der Gattung der "Neuweltkameliden". Die Tiere erreichen eine Schulterhöhe von ca. 70 cm – 100 cm und ein Gewicht von ca. 50 kg – 85 kg. Alpakas sind neugierige, ruhige und friedliche Tiere, die sich untereinander durch "summen" und ihre Körperhaltung verständigen. Sie haben eine ausgeprägte Rangordnung.

UND JA! - Alpakas spucken! I.d.R. erfolgt das "spucken" jedoch nicht gegenüber dem Menschen, sondern zur Festlegung der Rangordnung gegenüber den Artgenossen bzw. wenn sich die Tiere gegen etwaige Angreifer verteidigen.

 

Alpakas stammen aus den Hochgebirgen der Anden - d.h. aus Südamerika (Peru, Chile, Bolivien). Sie leben in Höhenlagen bis 4.000 m. Mit ihrem dichten Vlies und ihrer gesamten Ernährung und Verdauung sind sie sehr gut an die in ihrer Heimat herrschenden Witterungsverhältnisse (starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, starke Sonneneinstrahlung, Trockenheit, Wind etc.) und die kargen Grünlandflächen angepasst.

Vor mehr als 5.000 Jahren wurden in Südamerika - aus den wildlebenden "Vikunjas" und "Guanakos" - durch die Inkas bzw. deren Vorfahren - "Alpakas" und "Lamas" domestiziert.  Nach Ihrer Domestizierung wurden Lamas und Alpakas als Lastentier, Nahrungsmittel und Wolllieferant gehalten. Dies ist in den Ursprungsländern bis heute so.

 

Die Abstammung der Alpakas stellt wie folgt dar: 

 

 

 

 

 

Wie die vorstehende Grafik zeigt, gibt es bei den Alpakas zwei verschiedene Arten, nämlich Huacajas und Suris. 

 

 

   

Huacaja Alpaka

 

Suri Alpaka

 

 

Die Huacaja Alpakas haben ein sehr dichtes und volles Vlies mit einer sehr feinen Faser, welche gekräuselt ist. Die Suri Alpakas haben eine Faser die wesentlicher länger und schwerer ist als beim Huacaja. Weiterhin weist die Faser der Suris ein wunderschönen Glanz auf und hängt in Locken am Körper des Suris herab. 

  

Haltung von Alpakas in Deutschland

Alpakas sind Herdentiere und sollten deshalb mindestens zu zweit gehalten werden.

Eine reine Stallhaltung ist verboten!

Die Tiere können problemlos ganzjährig im Freien gehalten werden, jedoch muss ihnen mindestens ein von drei Seiten geschlossener Unterstand zur Verfügung stehen, um so den Tieren Schutz vor Wind, Regen, Schnee, Kälte etc. zu bieten. Der Unterstand muss ausreichend groß bemessen sein, d.h. für jedes Alpaka sollte eine Fläche von mindestens 2 m² zur Verfügung stehen.

 

 

   

Beispiel für einen Unterstand

 

Beispiel für ein ganzjährig einsetzbares Weidezelt

 


Alpakas ernähren sich ganzjährig von Gras und Heu. Ein Mineralstoffgemisch (mit Vitaminen, Spurenelementen etc.) sollte den Tieren frei zur Verfügung stehen. Ein ständiger Zugang zu frischem sauberen Wasser muss immer gewährleistet sein.

Ein wesentlicher Punkt, der bei der Alpakahaltung zu beachten ist, ist weiterhin, dass den Tieren eine ausreichend große Weidefläche zur Verfügung steht, die dem Futterbedarf, dem Futterangebot und dem Bewegungsdrang der Alpakas angepasst ist. Das Tierschutzgesetz schreibt für die beiden ersten Tiere eine Weidefläche von 1.000 m² und für jedes weitere Tier von 100 m² vor. Ich empfehle jedoch die Weideflächen wesentlich größer auszulegen – die Alpakas werden es Ihnen danken. Die Weideflächen sind mit einem Knotengeflecht-Wildschutzzaun mit einer Mindesthöhe von 1,20 m - besser (sicherer, gerade bei Hengsthaltung) 1,50 m bis 1,80 m - ein zu zäumen.

Da Alpakas sehr widerstandsfähig sind, wird der Tierarzt nur sehr selten benötigt. Zu den wichtigsten durchzuführenden Maßnahmen zählen die jährlichen Impfungen, die regelmäßige Entwurmung, sowie die regelmäßige Kontrolle und Pflege der Zähne und Zehennägel.

Alpakas müssen einmal im Jahr, zu Beginn der warmen Jahreszeit, geschoren werden. Huacaja Alpakas bringen i.d.R. einen Wollertrag von 2,5 - 4 kg.

Wichtig: Bitte beachten Sie unbedingt, daß Sie einen Sachkundenachweis für die Haltung von Alpakas benötigen - und dies selbstverständlich bevor Sie die Tiere anschaffen! Den Sachkundenachweis stellen die Veterinärbehörden aus. Er kann z.B. nach einer Prüfung, welche im Anschluss an eine entsprechende von der Veterinärbehörde bzw. der Landesanstalt für Landwirtschaft durchgeführten Veranstaltung absolviert werden muss, erteilt werden. Selbstverstandlich sind in vielen Fällen auch direkte Gespräche mit der Behörde der Ausgangspunkt für die Erteilung des Sachkundenachweises - Voraussetzung ist, dass im Gespräch die Sachkunde (auch anhand von Unterlagen) nachgewiesen wurde. Keine Angst - wir unterstützen Sie!!

 


Allgemeine Zuchtinformationen

Alpakas werden bei uns bis zu 20 Jahre alt. Die Geschlechtsreife bei den Hengsten tritt mit ca. 1,5  - 2 Jahren ein, die Zuchtreife erreichen sie mit ca. 2,5 bis 3 Jahren. Bei den Stuten liegt die Geschlechtsreife bei 12 Monaten und die Zuchtreife - Voraussetzung ist hier eine entsprechend gute körperliche Entwicklung - wird mit ca. 15 - 18 Monaten erreicht. Nach einer Tragezeit von ca. 11,5 Monaten wird ein Alpakafohlen ("Cria") geboren. Dieses wiegt bei der Geburt zwischen 6 und 9 Kilogramm. Alpakas gebären i.d.R. nur ein Fohlen - die Geburt von zwei Fohlen ist sehr sehr selten. Bereits 14 - 21 Tage nach der Geburt kann die Alpakastute wieder mit einem Hengst gedeckt werden. Nach etwa 6 - 8 Monaten werden die Fohlen von der Mutter abgesetzt, sodass diese sich wieder auf die Geburt des neuen Fohlens vorbereiten und hierfür Kraft sammeln kann.

 

Alpakastute und -fohlen wenige Minuten nach der Geburt

 

 

Alpakas - eine lohnende Investition?

Die Anzahl der in Deutschland gehaltenen Alpakas steigt von Jahr zu Jahr deutlich an, genau so wie die Anzahl der Alpakahalter / Alpakazüchter. Und derzeit ist für diesen Trend auch kein Ende abzusehen! Dennoch sind Alpakas bei uns noch relativ unbekannte exotische Tiere.

Alpakas sind landwirtschaftliche Nutztiere. Sie werden bei uns hauptsächlich als Zucht- und Freizeittier gehalten.

Die Zucht hochwertiger Tiere mit korrektem Körperbau und immer besseren Fasereigenschaften steht derzeit (und für die nächsten Jahre) im Vordergrund. Alpakas gelten als "The World´s Finest Livestock Investment" (d.h. die weltbeste Investition im Nutztierbereich). Dies bedeutet vereinfacht dargestellt, dass das Stut- oder Hengstfohlen, das entsteht, wenn man eine qualitativ hochwertige Alpakastute - mit einem bezüglich Qualität und genetischen Potential überdurchschnittlichem Hengst deckt - nach ca. 1,5 Jahren den Preis der Mutterstute erreicht oder übertrifft. 

Im Freizeit- und Hobbybereich werden die Tiere als "Rasenmäher", "Landschaftspfleger" und als Partner bei Wanderungen / Trekking eingesetzt. 

Eine immer größere Rolle spielt jedoch auch die von den Tieren produzierte Luxusfaser "Alpaka" - diese ist mit Kaschmir oder Seide problemlos vergleichbar. Auf Grund der durch immer mehr Tiere vorhandenen größeren Fasermengen, sind zwischenzeitlich auch in Deutschland die (maschinelle) Herstellung von Strick-Garnen, sowie Steppbetten, Kleidungsstücken etc. möglich. Den Kunden können so sehr hochwertige Naturprodukte zu attraktiven Preisen angeboten werden. 

Neben all diesen vorgetragenen Aspekten ist in den letzten Jahren der Einsatz dieser ruhigen und neugierigen Tiere im Rahmen der „Tiergestützten Therapie“ (z.B. bei der therapeutischen Behandlung von selbstmordgefährdeten Menschen) und als "Partner" für Wanderungen / Trekking immer bedeutsamer geworden. Der Bedarf in diesen beiden Bereichen nimmt permanent zu.

 

JA - Alpakas sind eine lohnende Investition! Ein Nischenmarkt im Landwirtschaftssektor. Jedoch ist unbedingt zu beachten - die Qualität der eingesetzten Zuchttiere - vorallem des/der Deckhengste(s) - muss oberste Priorität haben!

 

 


 

 

 

 

 

 


"Alpakafarm zur Alten Mühle"
Info@Traumalpakas.de